Das neue Jahrbuch 2019 ist da!

Seit dem 10. Juli kann der zehnte Band des Jahrbuches GSEB (2019) beim Franz Kett-Verlag bestellt werden.

Was ist Ihnen zuletzt „ans Herz gegangen“? Was hat Sie bewegt, berührt? Zahlreiche Sprichwörter und Redewendungen greifen das Bild des Herzens auf: Ich kann einen anderen im Herzen tragen. Bei großem Schreck bleibt mir das Herz stehen, bei tiefem Kummer mag es gar brechen. Es kann in die Hose rutschen oder am rechten Fleck sein. Das Herz ist nicht nur lebensnotwendiger Muskel, sondern es verweist auf mein Innerstes und steht für die Einheit von Leib, Seele und Geist. Mit dem Herzen ist die ganze Person angesprochen und betroffen.

Das spiegelt sich auch in der Geistesgeschichte wider. Ganz unterschiedliche Traditionen und Kulturen stellen das Herz in den Mittelpunkt ihrer Gedanken und Ideen, vor allem dann, wenn der Mensch als Ganzes in den Blick genommen wird. Der Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal spricht von der „Vernunft des Herzens“, der Gewinnung von Erkenntnis im Zusammenspiel von Verstand und Herz. Gerade auch die Pädagogik hat mit der Herzensbildung diesen zentralen Aspekt reflexiv erfasst. Pestalozzi bringt in seiner Pädagogik „Kopf, Herz und Hand“ in Beziehung. Im aktuellen pädagogischen Diskurs werden Ganzheitlichkeit und die Bedeutung der Emotionen wieder neu entdeckt. Erziehungswissenschaftle/innen plädieren – unterstützt von neuesten Ergebnissen der Hirnforschung – für ein ganzheitliches Lernen mit Herz, Hirn, Hand und Humor.

Die Herzensbildung gehört zum Kern der Franz-Kett-Pädagogik GSEB. Sie reiht sich damit ein in jene pädagogischen Traditionen, die den ganzen Menschen in den Blick nehmen. Mit dem Thema Herzensbildung unserer Jubiläumsausgabe möchten wir deren grundlegende und zentrale Bedeutung unterstreichen:

Herzensbildung – das bedeutet für uns die Wahrnehmung und Bildung der Herzenskräfte. Mit den Kindern sprechen wir von der Freudekraft, der Verzeihkraft, der Hoffnungskraft, der Gestaltungskraft, usw.

Herzensbildung – das bedeutet die notwendige Ergänzung der Verstandesbildung und beider gegenseitige Durchdringung – die letztlich in ein beherztes, solidarisches Handeln führt.
Herzensbildung – das bedeutet eine Perspektive auf die Welt, die von Neugier, Staunen, Wertschätzung und Dankbarkeit geprägt ist und aus welcher entsprechende Umgangsweisen wachsen.

Herzensbildung – das bedeutet, den eigenen Fragen nachzugehen, den Suchbewegungen des Herzens Raum zu geben.

Hier können Sie das neue Jahrbuch bestellen!

Für die Redaktion
Eva Fiedler und Dagmar Kretz

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