Impressionen der Sommerwoche in Steinerskirchen

Sommerwoche in Steinerskirchen: 02.08.-06.08.2021

„Als das Wünschen noch geholfen hat….“ – Mit Märchen nach Gott und Lebensmut fragen

Alle freuten sich riesig, dass nach einer außergewöhnlichen, durch Corona bestimmten Zeit, alles Wünschen offensichtlich geholfen hatte und wir uns 2021 endlich wieder zur Sommerwoche in der Oase Steinerskirchen treffen konnten.

TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz,                                                        Italien,  Tschechien und Ungarn freuten sich am Montag über das Wiedersehen und starteten mit einer „Schlüsseleinheit“ im wahrsten Sinne des Wortes zum Thema Märchen. Schlüssel, auch in Märchen ein häufig vorkommender Gegenstand, begleiteten uns aktiv, als auch Mit dem bekannten Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, welches von einem Glückskind erzählt, endete der Montag.

 

Mit einem Morgenlob am Dienstag zum Thema „Wasser des Lebens – mit offenen Sinnen Lebensspendendes entdecken und weitergeben“ machten wir uns bereit für allerlei Märchenhaftes. Heinrich        Dickerhoff,   Theologe,     Märchenerzähler, Märchenerkunder und Buchautor gab uns dann viele theoretische Informationen und Impulse zum Thema. Diese wurden von ihm an vielen Märchen veranschaulicht, die er zwischendurch sehr lebendig und eindrucksvoll erzählte. Die für Erwachsene gedachten Märchen waren skurril, teils blutrünstig und in jedem Fall außergewöhnlich, so dass die theoretischen Inhalte damit zum einen gut verdeutlicht wurden und zum anderen der Tag äußerst kurzweilig und abwechslungsreich verlief. Viele der bestärkenden Aussagen in Märchen finden sich auch als Grundhaltungen in der Franz-Kett-Pädagogik wieder, wie z. B. „Wir sind alle Königskinder!“, „Wer seine eigene Krone sieht/spürt, erkennt auch die Krone der anderen!“, „Wünsche helfen nur, wenn sie uns in Bewegung setzen!“, „Gib nicht auf, habe Mut!“, „Du musst es nicht alleine schaffen!“, u.v.m.

Der Tag endete mit der Erzählung „Das Weizenkorn“, welches                                       vom sich erneuernden Leben, der Freude an der Arbeit und                                                           dem Glück, anderen zu helfen, erzählte.

 

 

In den Mittwoch starteten wir dann mit einem Morgenlob zu der Aussage: „Sieben auf einen Streich“, des tapferen Schneiderleins im Märchen, welche im Bezug stand zu einer unglaublich bestärkenden Aussage des Psalms 18 „Gott, du umgürtest mich mit Kraft“.

Den sich anschließenden Vormittag  nutzten wir, um den Vortrag Heinrich Dickerhoffs Revue passieren zu lassen. Eine Gruppenreflexion führte jede/n Teilnehmer/in dazu, in und an ihren/seinen Schlüssel konkrete Vorhaben für das eigene Praxisfeld im Bezug zu Märchen und zur FranzKett-Pädagogik zu weben und zu knüpfen.

Nach einem freien Nachmitttag erlebte die Gruppe dann am Abend nicht nur eine weitere Märchenerzählung, sondern im Vorfeld auch das spielerische Einbinden der Händedesinfektion mit Hilfe eines Liedes, welches nicht nur für saubere Hände sorgte, sondern auch zu viel Erheiterung führte. Angelehnt an das gleichnamige Bilderbuch „Die kleine Maus und die große Mauer“ war dann die  Erzählung, deren   Mittebildgestaltung viele kreative Ideen der TeilnehmerInnen zum Überwinden der besagten hohen Mauer einbrachte. Traditionell trug der Länderabend am Mittwoch neben dem geselligen Austausch auch dazu bei, regionale Köstlichkeiten und Spezialitäten aus den Herkunftsländern und –regionen der TeilnehmerInnen kennenlernen zu können.

 

Der Donnerstag war angefüllt mit verschiedenen Aufgaben. Während die TrainerInnen weiter am Kompetenzkanon arbeiteten, setzten sich alle anderen TeilnehmerInnen unter Anleitung eines/r Gruppenverantwortlichen in drei Kleingruppen mit verschiedenen Fragestellungen auseinander. Diese bezogen sich auf das Märchenerzählen in der Franz-Kett-Pädagogik und deren Umsetzung. Die Ergebnisse wurden dann am Nachmittag nach den Richtlinien der Franz-Kett-Pädagogik (Verbildlichung, Versprachlichung/Verklanglichung, Verleiblichung) anschaulich präsentiert. Dazu konnten wir auch Franz Kett persönlich begrüßen. „Alte Hasen“ freuten sich über ein Wiedersehen, „Neulinge“ über ein erstes Kennenlernen und er selbst darüber, mitzuerleben, wie engagiert und begeistert an der Franz-KettPädagogik weitergearbeitet wird. Mit einem sehr bewegenden Gottesdienst zum Thema „Leben in Fülle“, in welchen Franz Kett aktiv eingebunden war und zu jedem Teilnehmer, jeder Teilnehmerin persönlich Kontakt aufnahm sowie der Verleihung einiger Zertifikate im Anschluss an den Gottesdienst, beschlossen  wir den Donnerstagabend. 

In den letzten Tag einer kurzweiligen Woche starteten wir am Freitag und ließen bereits im Morgenlob zum Thema „Steh auf und geh“ den Verlauf, gleichsam die Wege der Woche, gedanklich noch einmal an uns vorbeiziehen. Nach einem letzten Märchen „Die Prinzessin und das Schatzkästchen“ folgte noch eine kurze Reflexion zu dem was sich für jede/n Einzelne/n in dieser Woche erschlossen hat und was es evtl. zu     verändern, zu verbessern und anzusprechen gibt. Und so gingen nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen alle TeilnehmerInnen wieder in ihren Alltag oder Urlaub, auf jeden Fall auf eine kurze oder auch längere Rückreise in ihre Heimatorte. Egal, was die kommenden Monate bringen, welchen Verlauf die Pandemie bringt, welchen Hindernissen, Hürden und Herausforderungen wir alle tagtäglich begegnen, sind alle wieder einmal gestärkt, beschenkt und dankbar nach Hause gefahren – im Gepäck viele Begegnungen, Eindrücke sowie Erfahrungen und vor allem die Gewissheit, mit der Franz-Kett-Pädagogik auf einem guten Weg zu sein, den es sich weiter zu unterstützen und voranzubringen lohnt.

„Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück!“ – In diesem Sinne DANKE nochmals an den Vorstand,  an alle die diese Woche organisiert und vorbereitet haben sowie an alle, die teilgenommen und sich eingebracht haben.

 

 

Stefanie Khalil

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